05. März 2013

Keine weiteren Baumfällungen in der Lewitz

 

Im Zentrum des Europäischen Vogelschutzgebietes Lewitz fließen die Müritz-Elde-Wasserstraße (MEW) und die Störwasserstraße (StW). Hier plant die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) die Dämme an der MEW, im Kilometer Abschnitt 50,600 bis 55,980 und die Dämme an der StW, im Kilometer Abschnitt 0,000 bis 6,900 umfangreich zu sanieren. Dieser massive Eingriff in das Landschaftsbild der Lewitz geht einher mit der Rodung mit bis zu 270, zum Teil über 200 Jahre alte Bäume, insbesondere sind das hier wertvolle Stiel-Eichen. Immerhin sieht die Planung vor, 213 Bäume zu erhalten.
Außerdem sollen die betroffenen Dämme erhöht und verstärkt sowie verbreitert werden. Die geplante Maßnahme wird damit begründet, dass die vorhandenen Dämme, aufgrund des Alters, des Bewuchses, des vorhandenen Materials und der geringen Abmessung den derzeitigen gesetzlichen Vorschriften nicht entsprechen. Insbesondere sieht die Bundesbehörde den Bewuchs alter Bäume und die damit einhergehende Durchwurzelung der Dämme als Gefahr für die Standsicherheit an. Das wurde aber bisher in keinem Fachgutachten hinreichend belegt. Durch den Protest von Naturschützern, der bisher von über 2400 Menschen unterstützt wurde, konnte dieses fragwürdige Projekt noch nicht realisiert werden.
Die Naturschützer sind nicht generell gegen eine notwendige Sanierung der Dämme. Jedoch fordern Sie einen Wasserrahmenplan und eine andere, technische Lösung der Dammsanierung. Ebenso kritisieren die Naturfreunde, dass im Rahmen des noch laufenden Planfeststellungsverfahrens keine gesetzlich geforderten Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen beschrieben und fachlich untersetzt worden sind. Insbesondere ist das notwendig, da im Vorhabensgebiet seltene und vom Aussterben bedrohte Fledermausarten, der Biber, der Fischotter, geschützte Insekten- und Vogelarten vorkommen. Falls diese irrsinnige Planung Realität werden sollte, wird das weitreichende negative Folgen haben und das sowohl für das Landschaftsbild, als auch für die Artenvielfalt und für den Wassertourismus im Europäischen Vogelschutzgebiet Lewitz. Aufgrund der vorliegenden Fakten fordern sowohl der Verein Lewitznetzwerk e.V. als auch der ehrenamtlich tätige Lewitz-Ranger Ralf Ottmann einen sofortigen Stopp des Planfeststellungsverfahrens. Ziel muss es sein, einen Wasserrahmenplan zu erstellen und eine ökologisch vertretbare Sanierungsvariante zu prüfen und diese umzusetzen. Denn eine technische Alternativlösung ist möglich, die sowohl die Standsicherheit der Dämme wieder herstellt als auch alle gesunden Bäume schont und bewahrt, die an den Wasserstraßen der Lewitz wachsen. Schließen Sie sich unserem Protest an und unterzeichnen Sie bitte die angefügten Petitionen! Die hier gezeigten Fotoaufnahmen zeigen doch sehr deutlich, wie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes das Landschaftsbild der Lewitz bereits negativ verändert hat.

Online-Protestaktion des Bund-MV: Die Lewitz-Eichen sollen leben!

 

Ralf Ottmann, Ihr Lewitzranger

 

Ich möchte Sie herzlich einladen, mit mir zusammen diese einzigartige mecklenburgische Naturperle kennenzulernen. Lassen Sie uns gemeinsam die Natur durchstreifen und imposante Vogelschwärme, majestätisch wirkende Rothirsche und fliegende Edelsteine beobachten. Entdecken Sie mit mir von Nebelschwaden durchströmte Wiesenflächen, mystisch wirkende Wasserläufe, knorrige Baumriesen und idyllisch gelegene Städte und Dörfer.

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